ein Teil des Ganzen

Jeder von uns sucht seinen individuellen Weg durch das Leben. Doch dabei vergessen wir so oft, dass wir auf dem Weg nicht alleine sind. Alle Dinge existieren nur im Wechselspiel mit all den anderen Dingen und Jeder Mensch ist ein Teil des Ganzen und das Ganze selbst. Das haben bereits Buddhisten vor vielen Jahren verstanden. Ist es uns heute auch noch bewusst?

Ich persönlich habe das Gefühl, dass jetzt alles an einem seidene Faden hängt. Die Beziehungen zu unseren Partner, den Mitmenschen, der Natur und sogar zu uns selbst sind locker und unbeständig.

Dieses Thema ist mir in dem letzten Jahr mit der Arbeit an BIK performance sehr oft präsent geworden und hat sich in vielen der Begegnungen widergespiegelt.

Als ich mich am 9. Juni 2012 auf dem Karlsruher Marktlatz mit den zwei weißen Stühlen hinstellte, wusste ich nicht wo mich der Weg führen wird.

Ein Jahr später bin ich wieder auf einem Platz. Diesmal ist es die Kaiserhalle der Postgalerie. Ein gezielt gewählter Ort für die neue Performance.

Kaiserhalle in der Postgalerie (Eingang Europaplatz)

Kaiserhalle in der Postgalerie (Eingang Europaplatz)

„am-seidenen-faden“ ist ein gemeinsames genreübergreifendes Kunst- und Tanztheaterprojekt zwischen mir und der Künstlerin Renate Schweizer.

In ihrem Kunstprojekt „Come to dinner – intervention to all nations and religions“ verbindet Renate Schweizer mittels gebrauchter Teebeutel und den Teebeutelfäden durch Verknüpfung, Verhäkeln und Vernetzung Menschen aus allen Kontinenten und aus aller Welt miteinander.

Seit 2006 arbeitet Renate Schweizer an diesem Kunstwerk und positioniert sich mit dieser Arbeit zeitgenössischer Kunst im 21. Jahrhundert, in denen ernsthafte Künstler weltweit Verantwortung und Sorge zeigen für die menschlichen, politischen und ökologischen Probleme in unserer glob(c)alen Welt.

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Zusammen mit der Tänzerin Nieves Chacón zeigten wir in der Tanzperformance „am-seidenen-faden“ die Verbindungsform zwischen den Menschen, zwei Gestalten in einer globalen Welt.

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DSC_0083bearbinternetEine Suche nach dem persönlichen Weg entlang der verbundenen Fäden und die Suche nach Halt, Geborgenheit und Zusammenschluss. Wir fanden uns und unsere Augen wurden geschlossen und wir blieben miteinander verbunden durch eine Berührung der Finger.

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Es ist ein Bild für die allgegenwärtig bestehende Gefahr. Die instabile Beziehung der beiden Protagonisten, deren Leben nicht nur von einander abhängig ist, sondern auch an einem seidenen Faden hängt.

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Am Ende der Performance konnte jeder Zuschauer ein Teil des glo(c)bal Art Projects und der „Welten-Bürger-Decke“ werden. Die Künstlerin hatte die Zuschauer ins Netzwerk der Installation eingebunden und zusammengefügt.

Ein Video folgt in Kürze…

Photos by Beatrix v. Hartmann … DANKE

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